Die EU öffnet Android für konkurrierende KI-Assistenten
Was passiert ist
Die Europäische Kommission hat am 16. Juli zwei verbindliche Maßnahmen nach dem Digital Markets Act beschlossen. Google muss konkurrierenden KI-Diensten einen gleichwertigen Zugang zu wichtigen Android-Funktionen ermöglichen, die bisher vor allem Gemini nutzen kann. Zusätzlich sollen konkurrierende Suchmaschinen Zugang zu anonymisierten Suchdaten erhalten, die Google in großem Maßstab sammelt. Google warnt laut Associated Press vor möglichen Datenschutzrisiken durch Drittanbieter.
Warum das relevant ist
Für Menschen in der EU kann dadurch langfristig echte Auswahl auf Android-Geräten entstehen: Ein anderer Assistent könnte tiefer mit Apps und Gerätefunktionen arbeiten, statt nur als normale App daneben zu stehen. Für europäische Anbieter und KMU sinkt eine technische Markteintrittsbarriere. Die Änderung kommt aber nicht sofort und macht sorgfältige Berechtigungen wichtiger, weil mehr Assistenten auf sensible Gerätekontexte zugreifen könnten.
Was du jetzt tun solltest
Du musst heute nichts umstellen. Wenn neue Assistenten mit erweitertem Android-Zugriff verfügbar werden, prüfe nicht nur Funktionen und Preis, sondern jede angeforderte Berechtigung. Unternehmen sollten mobile KI-Dienste erst freigeben, wenn Datenzugriff, Protokollierung und Widerruf nachvollziehbar geregelt sind.